Gendersprache

Kolumne: Soll man das?

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Eine nicht ganz ernst gemeinte Kolumne zum Thema „Gender-Sprache“. Entstanden am maz Luzern während des Kurses „Journalistisch Texten“.

Soll man das „-in“ abschaffen?

Absolut. Denn mit der Sprache wollen wir uns in erster Linie mitteilen und austauschen – möglichst klar und eingängig. Die Sprache ist das wichtigste Verständigungsmittel, gesprochen wie geschrieben. Einfach, konkret und triftig muss sie sein, um die Botschaft anschaulich und verständlich rüberzubringen. Daher hat es in der Sprache definitiv keinen Platz für kosmetische Eitelkeiten und Befindlichkeiten; die sogenannte Gleichberechtigung der Frau wird mit der „Gender- Sprache“ sowieso nicht erreicht. Viel mehr wird  das Geschriebene bloss unleserlich; der Inhalt wird in den Hintergrund gedrängt.

Beispiel: Der/die Journalist/in möchte, dass der/die Leser/in die Haltungen der Politikerinnen und Politiker respektive der Kandidatin und des Kandidaten kenn, und nicht nur sein und ihr Geschlecht. Diese Verdoppelungen sind nicht nur kompliziert, sondern auch in gewissem Masse sexistisch. Es wird eine wertende Grenze zwischen weiblichen (erstgenannt) und männlichen (zweitgenannt) Politikern gezogen. Zum Vergleich: Rassismus hiesse es sofort, unterschiede man die Politiker nach der Hautfarbe.

Die angestrebte Gleichstellung in der deutschen Sprache baut vor allem auf fatalen Irrtümern. Es setzt zum einen den grammatikalischen Genus mit unseren biologischen Geschlechtern gleich. Doch gibt es nur deren zwei, die  Sprache kennt indes noch das Neutrum. Und trotzdem: es heisst „die Sonne“ oder „der Stock“.  Zum anderen kennt die Sprache auch eine Übergeschlechtlichkeit: Der Gast, der Mensch, das Kind oder die Waise können sowohl weiblich wie auch männlich sein.

Daraus lässt sich nun ableiten, dass ein Zuhörer, Besucher oder Leser ein Mensch ist, der zuhört, besucht oder liest; das Wort ist androgyn, kann also sowohl Frau wie Mann sein. Folglich braucht es keine Endung für das Weibliche, da es im Wort bereits enthalten ist.

Um der ganzen Diskussion ein für alle Mal ein Ende zu bereiten, sollte man die sprachliche Entwicklung gewisser Migranten kopieren. Zum Teufel mit Maskulin und Feminin, „das Zukunft liegt nun gleichberechtigt in das Hand von das Mann wie auch das Frau.“

Elia Diehl

Elia Diehl

Journalist at AZ Medien
Journalist bei einer regionalen Zeitung, studierter Sportwissenschaftler und Sportlehrer, emotionaler und kritischer Vieldenker, im Herzen stets nur Musiker gewesen, in der Küche immer auf der kreativen Suche nach dem kulinarischen Orgasmus, Möchtegernmaler, rastlos auf der Flucht vor sich selbst mit Drang, einfach fortzugehen.
Elia Diehl

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